Die ff. Abkürzung steht für „folgende Seiten“. Die ff. Bedeutung umfasst die genannte Seite sowie mindestens zwei weitere. „S. 45 ff.“ heißt deshalb: ab Seite 45 fortlaufend. Das einfache f. bezieht sich dagegen ausschließlich auf die genannte und die unmittelbar folgende Seite.
Die Abkürzung spart Platz, lässt jedoch offen, wo die relevante Textpassage endet. Wer eine Hausarbeit schreiben lassen oder eigenständig verfassen möchte, sollte deshalb prüfen, ob der eigene Lehrstuhl offene Seitenangaben überhaupt akzeptiert.
In wissenschaftlichen Arbeiten ist ein genauer Seitenbereich meist besser nachvollziehbar. Während „S. 45–48“ eine klar begrenzte Belegstelle nennt, kann „S. 45 ff.“ drei, fünf oder deutlich mehr Seiten umfassen.
Auf einen Blick
- f. bezeichnet eine folgende Seite.
- ff. bezeichnet mehrere folgende Seiten.
- Zwischen Seitenzahl und Abkürzung steht ein Leerzeichen.
- Bei APA ist die Verwendung von ff. nicht vorgesehen.
- Ein genauer Seitenbereich ist in der Regel präziser.
- „Aus dem Effeff“ ist eine Redewendung und keine Zitierabkürzung.
Was bedeutet die Abkürzung ff.?
Inhaltsverzeichnis
- 1 Was bedeutet die Abkürzung ff.?
- 2 Unterschied zwischen f. und ff.
- 3 Wie viele Seiten bedeutet ff. genau?
- 4 Die korrekte Schreibweise von ff.
- 5 ff. in der Quellenangabe richtig verwenden
- 6 In welchen Zitierweisen ist ff. erlaubt?
- 7 §§ ff.: die Abkürzung im juristischen Kontext
- 8 Verwandte Abkürzungen im wissenschaftlichen Arbeiten
- 9 Gehört ff. ins Abkürzungsverzeichnis?
- 10 Wann Sie besser auf ff. verzichten
- 11 Häufige Fehler bei der Verwendung von ff.
- 12 Aus dem Effeff“ – ein anderer Ausdruck
- 13 Checkliste: ff. richtig verwenden
- 14 Professionelle Unterstützung beim wissenschaftlichen Zitieren
- 15 Fazit: die Abkürzung ff. richtig einsetzen
- 16 Häufige Fragen zur Abkürzung ff. (FAQ)
- 16.1 Was bedeutet ff.?
- 16.2 Was ist der Unterschied zwischen f. und ff.?
- 16.3 Wie viele Seiten umfasst ff.?
- 16.4 Wie schreibt man ff. richtig?
- 16.5 Darf man ff. in APA verwenden?
- 16.6 Darf ff. bei einem wörtlichen Zitat stehen?
- 16.7 Was bedeutet §§ 280 ff. BGB?
- 16.8 Gehört ff. ins Abkürzungsverzeichnis?
- 16.9 Ist ff. im Literaturverzeichnis erlaubt?
- 16.10 Was heißt „aus dem Effeff“?
Die Abkürzung ff. bedeutet „folgende Seiten“. Sie verweist auf die zuerst genannte Seite und mindestens zwei unmittelbar anschließende Seiten. Wer sich fragt, was ff. bei Seitenzahlen heißt, kann sich daher merken: Der Anfang der Passage ist bekannt, ihr genaues Ende bleibt jedoch offen.
Das einfache f. steht für „folgende Seite“, der verdoppelte Buchstabe ff. für „folgende Seiten“. Die Verdopplung ist eine traditionelle Konvention zur Kennzeichnung des Plurals. Ein vergleichbares Prinzip findet sich in der englischen Seitenabkürzung „pp.“ für mehrere „pages“.
Gelegentlich wird ff. auch als „fortfolgende“ aufgelöst. Im wissenschaftlichen Alltag wird „S. 45 ff.“ meist als „Seite 45 und folgende Seiten“ gelesen. Die Behauptung, ff. sei vom lateinischen „folio“ abgeleitet, sollte dagegen vermieden werden.
Unterschied zwischen f. und ff.
Der f. und ff. Unterschied liegt in der Zahl der erfassten Folgeseiten. f. umfasst genau eine weitere Seite. ff. umfasst mindestens zwei weitere Seiten, ohne eine konkrete Endseite zu nennen.
|
Abkürzung |
Bedeutung |
Umfang |
Beispiel |
Gemeinte Seiten |
|
f. |
die folgende Seite |
insgesamt 2 Seiten |
S. 45 f. |
Seiten 45–46 |
|
ff. |
die folgenden Seiten |
mindestens 3 Seiten |
S. 45 ff. |
ab Seite 45 |
|
Seitenbereich |
genaue Begrenzung |
exakt festgelegt |
S. 45–48 |
Seiten 45 bis 48 |
Ein f – eine folgende Seite. Zwei f – mehrere folgende Seiten.
Bei der Entscheidung „f. oder ff.“ kommt es darauf an, wie viele Seiten die belegte Aussage tatsächlich umfasst. „S. 45 f.“ ist nur korrekt, wenn sich die relevante Passage über die Seiten 45 und 46 erstreckt. Läuft der Gedanke bis Seite 47 oder darüber hinaus, muss entweder ff. oder ein genauer Seitenbereich verwendet werden.
f. ist somit eindeutig. ff. ist dagegen immer unbestimmt, weil die Leserin oder der Leser nicht erkennen kann, wo die Belegstelle endet.
Wie viele Seiten bedeutet ff. genau?
Für ff. gibt es keine feste Seitenzahl. Die Angabe umfasst die genannte Seite und mindestens zwei weitere fortlaufende Seiten. „S. 45 ff.“ kann daher die Seiten 45 bis 47, aber auch die Seiten 45 bis 53 oder einen noch längeren Abschnitt bezeichnen.
Genau diese Offenheit ist der Nachteil der ff. Seitenangabe. Eine prüfende Person weiß zwar, auf welcher Seite sie mit der Suche beginnen muss, aber nicht, wo die relevante Argumentation endet.
Als praktische Regel empfiehlt sich: Bei kurzen Passagen sollten Sie den Seitenbereich ausschreiben, zum Beispiel „S. 45–47“. Bei längeren, klar zusammenhängenden Ausführungen kann ff. verwendet werden, sofern die Zitierrichtlinie Ihres Fachbereichs dies erlaubt. Für sehr umfangreiche Kapitel ist ff. häufig wiederum zu ungenau.
Bei einem wörtlichen Zitat sollten Sie auf ff. verzichten. Ein direktes Zitat benötigt eine genaue Seitenangabe oder einen klar begrenzten Seitenbereich.
Die korrekte Schreibweise von ff.
Die richtige Form lautet „S. 45 ff.“. Nach dem Kürzel „S.“ steht ein Leerzeichen, danach folgt die Seitenzahl, ein weiteres Leerzeichen und die kleingeschriebene Abkürzung ff. mit einem abschließenden Punkt.
Zwischen den beiden Buchstaben steht kein Leerzeichen. Vor ff. werden weder ein Komma noch ein Bindestrich gesetzt.
|
Falsch |
Richtig |
|
S.45ff. |
S. 45 ff. |
|
S. 45ff. |
S. 45 ff. |
|
45 f f. |
45 ff. |
|
45 f. f. |
45 ff. |
|
45ff |
45 ff. |
|
S. 45 ff |
S. 45 ff. |
|
S. 45, ff. |
S. 45 ff. |
|
S. 45-ff. |
S. 45 ff. |
|
S. 45 FF. |
S. 45 ff. |
|
S. 45 ff. Seiten |
S. 45 ff. |
Für einen exakt begrenzten Seitenbereich wird ein Halbgeviertstrich verwendet, beispielsweise in „S. 45–48“. Ein einfacher Bindestrich ist typografisch weniger korrekt.
Zwischen Zahl und ff. sollte möglichst ein geschütztes Leerzeichen stehen. Dadurch werden die Seitenzahl und die Abkürzung bei einem Zeilenumbruch nicht voneinander getrennt. In Microsoft Word erzeugen Sie dieses Leerzeichen unter Windows mit Strg + Umschalt + Leertaste. In HTML kann eingesetzt werden.
Die Abkürzung wird normal und nicht kursiv geschrieben.
ff. in der Quellenangabe richtig verwenden
Wer richtig zitieren möchte, sollte ff. nur bei sinngemäßen Verweisen auf mehrere zusammenhängende Seiten einsetzen. Die Angabe muss inhaltlich zur Reichweite der übernommenen Aussage passen und in der gewählten Zitierweise zulässig sein.
Beispiel im Autor-Jahr-System:
(Schmidt 2020, S. 210 ff.)
Beispiel in einer Fußnote:
¹ Vgl. Weber 2022, S. 30 ff.
Im Kurzbeleg und im Vollbeleg
In einem Kurzbeleg kann die Quellenangabe beispielsweise „(Schmidt 2020, S. 210 ff.)“ lauten. Die Abkürzung signalisiert, dass die relevante Darstellung auf Seite 210 beginnt und auf mehreren Folgeseiten fortgeführt wird.
Ein Vollbeleg in einer Fußnote kann folgendermaßen aussehen:
Vgl. Schmidt, Anna: Titel der Publikation, München 2020, S. 210 ff.
Bei Quellenangaben in der Hausarbeit müssen Kurzbeleg, Vollbeleg und Literaturverzeichnis einheitlich aufeinander abgestimmt sein.
In der Fußnote
In der deutschen Zitierweise ist ff. in Fußnoten grundsätzlich verbreitet. Ein möglicher Beleg lautet:
¹ Vgl. Weber 2022, S. 30 ff.
„Vgl.“ wird verwendet, wenn Sie eine Aussage sinngemäß übernehmen. Bei einem wörtlichen Zitat ist keine offene Seitenangabe sinnvoll. Hier müssen Sie die Seite oder den exakt begrenzten Seitenbereich nennen, auf dem der zitierte Wortlaut steht.
Im Literaturverzeichnis
Bei einer Monografie wird ff. nicht hinter der Seitenzahl im Literaturverzeichnis ergänzt. Bücher werden dort üblicherweise ohne konkrete Fundseite aufgeführt.
Bei Zeitschriftenartikeln oder Beiträgen in Sammelbänden muss der vollständige Seitenumfang des Beitrags angegeben werden. Richtig ist beispielsweise „S. 45–67“. Die Form „S. 45 ff.“ wäre im Literaturverzeichnis zu ungenau.
In welchen Zitierweisen ist ff. erlaubt?
Ob Sie ff. zitieren dürfen, hängt von der verwendeten Zitierweise und den Vorgaben Ihrer Hochschule ab.
|
Zitierweise |
ff. erlaubt? |
Empfohlene Alternative |
Hinweis |
|
Deutsche Zitierweise |
ja |
genauer Seitenbereich |
besonders in Fußnoten üblich |
|
Harvard |
häufig ja |
exakte Seitenzahlen |
Leitfaden des Lehrstuhls prüfen |
|
APA |
nein |
Seite oder Seitenbereich |
offene Endangabe vermeiden |
|
Chicago |
eher nicht |
exakte Fundstelle |
Variante des Stils beachten |
|
MLA |
grundsätzlich genaue Angaben |
vollständiger Seitenbereich |
keine unbestimmte Endseite |
|
Juristische Zitierweise |
ja |
begrenzter Normbereich |
§§ ff. weit verbreitet |
In der Harvard-Zitierweise wird ff. häufig akzeptiert. Dennoch können Hochschulen und Fachbereiche genaue Seitenbereiche verlangen. Die Verwendung des Autor-Jahr-Systems bedeutet daher nicht automatisch, dass offene Seitenangaben erlaubt sind.
Die Chicago-Zitierweise bevorzugt in vielen Fällen exakte Fundstellen. Dabei ist zu unterscheiden, ob das Notes-and-Bibliography-System oder das Author-Date-System verwendet wird.
Die Frage „Darf man ff. in APA verwenden?“ ist klar zu beantworten: In APA werden konkrete Seitenzahlen oder begrenzte Seitenbereiche angegeben. Statt „S. 42 ff.“ schreiben Sie beispielsweise „S. 42–44“.
Über jeder allgemeinen Empfehlung steht die Richtlinie Ihres Lehrstuhls. Vorgaben aus dem Modulhandbuch, der Prüfungsordnung oder einem institutseigenen Zitierleitfaden haben Vorrang.
§§ ff.: die Abkürzung im juristischen Kontext
In juristischen Texten verweist ff. nicht zwingend auf Seiten, sondern häufig auf mehrere aufeinanderfolgende Paragrafen. „§§ 280 ff. BGB“ bedeutet, dass § 280 BGB und die anschließenden Vorschriften gemeint sind.
Da der Verweis mehrere Paragrafen umfasst, wird das doppelte Paragrafenzeichen §§ verwendet. Die Form „§ 280 ff. BGB“ mit nur einem Paragrafenzeichen ist daher inkonsequent.
Ein genau begrenzter Normbereich wie „§§ 280–286 BGB“ nennt sowohl den ersten als auch den letzten Paragrafen. „§§ 280 ff. BGB“ lässt das Ende dagegen offen. Hinweise dazu, wie Sie Paragraphen zitieren, helfen bei der korrekten Angabe von Paragrafen, Absätzen, Sätzen und Nummern.
Dasselbe Prinzip kann bei Verfassungsartikeln vorkommen. „Art. 12 ff. GG“ verweist auf Artikel 12 und die nachfolgenden Artikel.
Verwandte Abkürzungen im wissenschaftlichen Arbeiten
Neben f. und ff. werden in wissenschaftlichen Texten zahlreiche weitere Kürzel verwendet.
|
Abkürzung |
Bedeutung |
Verwendung |
Beispiel |
|
f. |
folgende Seite |
eine weitere Seite |
S. 12 f. |
|
ff. |
folgende Seiten |
mehrere weitere Seiten |
S. 12 ff. |
|
S. |
Seite |
Kennzeichnung einer Fundseite |
S. 12 |
|
ebd. |
ebenda |
dieselbe Quelle wie zuvor |
Ebd., S. 14 |
|
a. a. O. |
am angegebenen Ort |
Rückverweis auf eine frühere Quelle |
Müller, a. a. O., S. 20 |
|
et al. |
und andere |
verkürzte Autorenangabe |
Weber et al. 2023 |
|
Vgl. |
vergleiche |
sinngemäße Übernahme |
Vgl. Weber 2022, S. 8 |
|
Hrsg. |
Herausgeber |
Kennzeichnung der Herausgeberschaft |
Meier (Hrsg.) |
|
o. J. |
ohne Jahr |
Erscheinungsjahr fehlt |
Schmidt o. J. |
|
o. O. |
ohne Ort |
Erscheinungsort fehlt |
Müller, o. O. 2020 |
|
Rn. |
Randnummer |
juristische Kommentare |
§ 280 Rn. 15 |
|
Abs. |
Absatz |
Untergliederung einer Norm |
§ 280 Abs. 1 BGB |
Die Abkürzung ebd. verweist auf dieselbe Quelle wie der unmittelbar vorhergehende Beleg. Sie dürfen ebenda zitieren, wenn keine andere Quelle dazwischengeschoben wurde und die Zuordnung eindeutig bleibt.
Die Abkürzung et al. verkürzt die Nennung mehrerer Autorinnen und Autoren. Welche Regeln für et al. gelten, hängt von der jeweiligen Zitierweise und teilweise von der Anzahl der beteiligten Personen ab.
Gehört ff. ins Abkürzungsverzeichnis?
In der Regel wird ff. nicht in das Abkürzungsverzeichnis aufgenommen. Allgemein bekannte Kürzel wie f., ff., S., Abs., Vgl. und ebd. gelten normalerweise als verständlich.
Ein Abkürzungsverzeichnis enthält vor allem fachspezifische Bezeichnungen, weniger bekannte Organisationsnamen, technische Kurzformen oder Gesetzeskürzel, die im Text häufig verwendet werden.
Eine Ausnahme gilt, wenn der Leitfaden Ihres Lehrstuhls ausdrücklich verlangt, sämtliche verwendeten Kürzel zu erklären. In diesem Fall sollten auch allgemein übliche Abkürzungen entsprechend den Vorgaben aufgenommen werden.
Wann Sie besser auf ff. verzichten
Sie sollten auf ff. verzichten, wenn sich die relevante Belegstelle mit einem konkreten Seitenbereich angeben lässt. Präzision ist für die Nachvollziehbarkeit einer wissenschaftlichen Arbeit wichtiger als die Einsparung weniger Zeichen.
Ein genauer Bereich wie „S. 73–76“ zeigt sofort, welche Seiten überprüft werden müssen. Die offene Angabe „S. 73 ff.“ zwingt die Leserin oder den Leser dagegen, selbst nach dem Ende der Passage zu suchen.
Besonders ungeeignet ist ff.:
- bei wörtlichen Zitaten;
- in APA-Belegen;
- bei nur einer folgenden Seite;
- bei sehr langen, unübersichtlichen Abschnitten;
- wenn der Hochschulleitfaden exakte Seitenangaben verlangt.
Auch bei der Entscheidung „ff. oder Seitenzahlen“ ist ein genauer Seitenbereich fast immer die sicherere Lösung. Er wirkt sorgfältig und erleichtert die Kontrolle Ihrer Argumentation.
Häufige Fehler bei der Verwendung von ff.
|
Fehler |
Warum problematisch? |
Richtige Lösung |
|
ff. bei einem wörtlichen Zitat |
Fundstelle bleibt ungenau |
konkrete Seite nennen |
|
f. trotz mehrerer Folgeseiten |
Umfang wird falsch dargestellt |
ff. oder Seitenbereich verwenden |
|
ff. im Literaturverzeichnis |
Gesamtumfang eines Beitrags bleibt offen |
vollständigen Seitenbereich angeben |
|
S. 45ff. |
notwendiges Leerzeichen fehlt |
S. 45 ff. |
|
S. 45 ff |
Abschlusspunkt fehlt |
S. 45 ff. |
|
ff. in APA |
Stil verlangt genaue Angaben |
S. 45–48 |
|
ff. für ein ganzes Kapitel |
Belegstelle ist kaum überprüfbar |
relevante Passage eingrenzen |
Ein formal korrekt geschriebenes ff. ist nicht automatisch inhaltlich richtig. Prüfen Sie deshalb immer, ob die zitierte Aussage tatsächlich über mehrere aufeinanderfolgende Seiten behandelt wird.
Aus dem Effeff“ – ein anderer Ausdruck
„Etwas aus dem Effeff beherrschen“ bedeutet, etwas besonders sicher, gründlich oder nahezu perfekt zu können. Die Redewendung hat nichts mit der ff. Abkürzung für folgende Seiten zu tun.
Ihre genaue Herkunft ist nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden unter anderem Ableitungen aus kaufmännischen und juristischen Kürzeln sowie ein Zusammenhang mit der musikalischen Dynamikangabe fortissimo. Keine dieser Erklärungen sollte ohne Einschränkung als gesicherte Tatsache dargestellt werden.
In wissenschaftlichen Arbeiten ist die Redewendung wegen ihres umgangssprachlichen Charakters meist ungeeignet. Neutraler sind Formulierungen wie „sicher beherrschen“ oder „über fundierte Kenntnisse verfügen“.
Checkliste: ff. richtig verwenden
Professionelle Unterstützung beim wissenschaftlichen Zitieren
Formale Kleinigkeiten wie ein fehlender Punkt, ein falsches Leerzeichen oder die Verwechslung von f. und ff. fallen bei der Bewertung einer wissenschaftlichen Arbeit schnell auf. Auch uneinheitliche Kurzbelege, ungenaue Seitenbereiche oder falsch verwendete Abkürzungen wie ebd. und Vgl. können den professionellen Gesamteindruck beeinträchtigen.
Beim Korrekturlesen lassen können neben Rechtschreibung und Grammatik auch die formale Einheitlichkeit und die Nachvollziehbarkeit der Quellenangaben geprüft werden. Dabei wird beispielsweise kontrolliert, ob Seitenzahlen korrekt gesetzt, direkte Zitate eindeutig lokalisiert und wiederkehrende Abkürzungen einheitlich geschrieben wurden.
Eine solche Abschlussprüfung ist besonders hilfreich, wenn Ihre Arbeit zahlreiche Fußnoten, unterschiedliche Quellentypen oder einen umfangreichen wissenschaftlichen Apparat enthält. Maßgeblich bleiben jedoch immer die individuellen Vorgaben Ihrer Hochschule.
Fazit: die Abkürzung ff. richtig einsetzen
Die ff. Abkürzung bezeichnet mehrere folgende Seiten. Ihre ff. Bedeutung unterscheidet sich deutlich vom einfachen f.: Während „S. 45 f.“ genau die Seiten 45 und 46 umfasst, beginnt „S. 45 ff.“ auf Seite 45 und lässt die Endseite offen.
Für eine wissenschaftliche Arbeit ist ein konkret genannter Seitenbereich meist die bessere Wahl, weil die Belegstelle schneller gefunden und überprüft werden kann. Achten Sie außerdem auf die Schreibweise mit Leerzeichen und abschließendem Punkt.
In APA wird ff. nicht verwendet. Im juristischen Kontext kann die Abkürzung dagegen auf mehrere nachfolgende Paragrafen oder Artikel verweisen, etwa in „§§ 280 ff. BGB“. Vorrang haben stets die Zitierrichtlinien Ihres Lehrstuhls.



Dieser Beitrag hat 0 Kommentare