Weitere Tipps

Arbeiten Sie mit Word. Das macht es Ihnen einfacher. Word gehört zum Microsoft Office Paket. Viele Universitäten bieten eine günstige Version für Studierende an. An der Düsseldorfer Universität kostet ein Jahresabo zum Beispiel ungefähr 5 Euro. Erkundigen Sie sich beim IT-Support danach. (Da ist dann auch PowerPoint enthalten, was Sie für Referate benutzen können. Außerdem wollen die meisten Arbeitgeber gute Kenntnisse mit Office sehen.)

Lassen Sie Ihre Hausarbeit Korrekturlesen. Die Person, die das übernimmt, sollte die Zeichensetzung und Rechtschreibung beherrschen. Im Idealfall geben Sie Ihre Hausarbeit mindestens zwei Personen. Sie können auch mit mehreren Studierenden eine Gruppe bilden und sich gegenseitig unterstützen.

An vielen Universitäten werden Hausarbeiten per E-Mail eingereicht. Packen Sie dann das Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, den Text, das Literaturverzeichnis und die eidesstattliche Erklärung in ein Dokument (statt alles einzeln zu schicken). Nennen Sie die Datei dann nicht Hausarbeit final 3 sondern schreiben Sie Hausarbeit Mustermann.

Lesen Sie die Prüfungsordnung. Da stehen Fristen etc. drin. Sie finden heraus, wie und bis wann Sie von Prüfungen zurücktreten können. Manche Dozierenden erlauben Ihnen die Frist auszubauen, aber das gilt nicht immer. 
 
Aktive und passive Fehler. Bei aktiven Fehlern ist etwas, dass Sie geschrieben haben falsch. Bei passiven Fehlern ignorieren Sie etwas, dass bei einem Thema wichtig ist – zum Beispiel ein zentrales Argument, das Sie weggelassen haben, weil es das Fundament Ihrer Hausarbeit zerstört. Beide Arten von Fehlern sollten Sie vermeiden.

Wenn Sie beim Lesen der Sekundärliteratur Punkte entdecken, die für Ihre Hausarbeit relevant sein könnten, notieren Sie diese sofort. Schreiben Sie dazu, wo die Sachen herkommen und geben Sie auch die genaue Seite an. So müssen Sie sich das Ganze am Ende nicht mühsam zusammensuchen.

Dozenten und Hausarbeiten

Ihr Dozent hat wenig Zeit und erinnert sich nicht an Sie. Das ist egal und heißt nichts. Denn Ihr Dozent brennt für seine wissenschaftlichen Themen und interessiert sich nur dafür. Deshalb machen Sie ihn auch besonders glücklich, wenn Sie eine gute Arbeit schreiben.
 
Wenn es ein Problem gibt, reden Sie mit Ihrem Dozenten. Sie haben sich verzettelt und sehen eine Schwäche, dann sprechen Sie mit ihm. Er will, dass Sie eine gute Note bekommen und kann Ihnen helfen, noch das beste aus der Hausarbeit herauszuholen. Im Notfall schreiben Sie die Schwäche einfach ins Fazit und wirken dadurch reflektiert und selbstkritisch.
 
Lesen Sie sich wissenschaftliche Arbeiten von Ihren Dozenten durch und kopieren Sie den Stil: Schreibt er sehr verschachtelt oder eher kurz und pointiert? Umfassen seine Absätze eher wenige Zeilen oder gehen Sie über mehrere Seiten? Sie müssen nicht alles lesen. Ein paar Seiten reichen, um den Schreibstil zu verstehen. 
 
Wenn Sie Ihrem Dozenten eine E-Mail schreiben, dann schreiben Sie einen knappen und gut verständlichen Betreff. Leiten Sie die E-Mail mit Sehr geehrter Herr… ein und beenden Sie diese mit Mit freundlichen Grüßen. Verzichten Sie auf Emojis und Formulierungen, die Sie in Ihrem Freundeskreis benutzen. 

Gute und schlechte Hausarbeiten

Der Dozent möchte Ihnen eine gute Note geben. Er möchte sich nicht langweilen und er möchte wenig Arbeit haben. 

Am einfachsten ist es für Ihren Dozenten, wenn Sie eine extrem schlechte oder eine excelente Hausarbeit schreiben. Wenn die Arbeit sehr gut ist, dann muss er wenig anstreichen und er muss bei der Begründung nicht weit ausholen (weil sich niemand über Bestnoten beschwert). Im Idealfall kann er noch etwas für sein Seminar gebrauchen, dann nehmen Sie ihm Arbeit für die Vorbereitung ab. 
 
Hausarbeiten von mittlerer Qualität benötigen viel Zeit. Der Dozent braucht lange, um die Argumentation zu verstehen und die Widersprüche aufzudröseln. Er muss viel an den Rand schreiben und er muss abgleichen, ob wichtige Punkte an anderer Stelle vorkamen. Er muss nach vorne und hinten blättern, um die Mängel in der Struktur nachzuvollziehen. Und so weiter. Das alles raubt ebenso Zeit wie eine Begründung für die Note zu formulieren.
 
Wenn die Hausarbeit sehr schlecht ist, sieht Ihr Dozent das sofort. Er muss dann nur noch prüfen, ob das für die gesamte Hausarbeit gilt oder nur einen Teil betrifft. In der Regel ist es komplett daneben und Ihr Dozent weiß nach wenigen Minuten, dass der Kandidat durchgefallen ist. Aber von diesem Fall gehen wir nicht aus.

Fragen an Dozenten. Wenn Sie sich bei etwas unsicher sind oder wenn bestimmte Aspekte von den Präferenzen des jeweiligen Dozenten abhängen, dann kann man ihn einfach fragen. Eine mögliche Frage wäre, welchen Zitierstil er präferiert. Eine andere Frage wäre, ob man eine sehr gute Note bekommen kann, ohne einen innovativen Beitrag zu leisten. An vielen Universitäten sollten die Studierenden erst ab höheren Semestern eigenständige Ergebnisse hervorbringen, zum Teil erst ab dem Master- oder Promotionsstudiengang. 

Leben und Schreiben

Suchen Sie sich einen Arbeitsplatz, an dem Sie sich wohl fühlen. Manche Studierenden arbeiten am liebsten am heimischen Schreibtisch. Andere ziehen die Bibliothek vor, weil Sie dort Kommilitonen treffen und Kaffee trinken können. Schreiben Sie da, wo Sie sich am besten fühlen.

Leben als Student. Nutzen Sie die Bibliothek und den Campus, um neue Kontakte zu knüpfen. Gehen Sie auf Partys, treffen Sie sich auf einen Kaffee und gehen Sie zum Unisport. 

Ansprechpartner und weiterführende Literatur zum Erstellen einer Hausarbeit finden Sie unter Literatur-Tipps.

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